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Strenge Regeln für die Umwelt

Wo Bäume gefällt werden, muss auch wieder aufgeforstet werden.


Moritz Persiehl, Inhaber von H. O. Persiehl

Der Schutz der Umwelt spielt heute eine ständig wachsende Rolle. Vor allem die Kunden fordern eine nachhaltige und ressourcenschonende Wirtschaft – und das gilt auch für Verpackungen. Mit einem ausgeklügelten Zertifizierungssystem haben längst auch die Hersteller von Verpackungen darauf reagiert. Zertifikate sollen belegen, dass sie sich auch tatsächlich an Richtlinien halten. Zum Beispiel das Norderstedter Traditionsunternehmen H. O. Persiehl, das seine Kartons nach einer bestimmten Richtlinie herstellt: „Mit dem Zertifikat weisen wir als Hersteller nach, dass wir uns einer erfolgreichen Prüfung beziehungsweise Zertifizierung unseres Produktkettennachweissystems von Holzprodukten nach dem angegebenen Standard unterzogen haben“, sagt Inhaber Moritz Persiehl.

Internationale Zertifizierungssysteme haben das Ziel, eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu sichern und kontinuierlich zu verbessern, mit der nicht nur ökologische, sondern auch soziale Standards gewährleistet werden. Mit dem Zertifikat weist das Unternehmen nach, dass die Bedruckstoffe, also Papier oder Karton, als Rohmaterial aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung kommen und dieses Material ohne Untermischung anderer, nicht zertifizierter Rohmaterialen produziert wird. „Schließlich kann unser Materialfluss vom Wareneingang über die Produktion bis hin zum Warenausgang lückenlos zurückverfolgt werden“, erklärt Moritz Persiehl einen weiteren Vorteil des Systems.

H. O. Persiehl wurde 1849 gegründet und stellt hochwertige Verpackungen aus Papier und Karton her. Gerade bei diesen Materialien spielten Zertifikate eine wichtige Rolle, da ihr Anteil am gesamten Verpackungsaufkommen im Vergleich zu hauchdünnen Farb- oder Lackschichten hoch sei, so Moritz Persiehl. Mit diesem hohen Anteil steigen auch die klimarelevanten Auswirkungen. Dabei beginne die Beurteilung bereits vor der Beschaffung des Materials – bei der Waldbewirtschaftung. „Um unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und unsere Umwelt zu schonen, wollen wir sichergehen, dass nicht mehr Holz geschlagen wird, als nachwächst – wo Bäume gefällt werden, muss auch wieder aufgeforstet werden“, so Moritz Persiehl.

Natürlich prüfen Unternehmen wie H. O. Persiehl sich nicht selbst oder stellen sich gar selbst die Zertifikate aus. Das System der Zertifizierung unterliegt strengen Regeln. Die Zertifikate werden von Prüfgesellschaften wie dem TÜV Süd ausgegeben, die sich beim Zertifikat-Geber akkreditieren müssen. Es besteht eine klare Interessentrennung und Unabhängigkeit zwischen den zertifizierten Unternehmen, den Prüfgesellschaften und dem Zertifikat-Geber. Das ganze System ist transparent, auch für den Kunden. Zertifikate sind auf einen bestimmten Zeitraum befristet und müssen nach Ablauf dieser Zeit neu beantragt werden. Dabei werden neue Verbesserungsmöglichkeiten, die sich während dieser Frist ergeben haben, aufgenommen.

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Journalist

Armin Fuhrer

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