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Drei Smarte Ideen, die die Welt ein bisschen verbessern

Wir stellen vor: Der CO2-emissionsfreie Zug aus Salzgitter, die App „MaaS – Mobility as a Service“, Sion, ein hochmodernes Elektroauto und der seillose Aufzug MULTI.

Dr. Jens Sprotte, Leiter Geschäftsbereich Stadtverkehr und Infrastrukur von Alstom, Copyright: ALSTOM

Der Coradia iLint, ein CO2-emissionsfreier Zug

Die Frage, wie sich Mobilität und der Energiesektor sinnvoll koppeln lassen, beschäftigt uns schon lange. Unsere Antwort ist der Coradia iLint. Der CO2-emissionsfreie Regionalzug stellt eine echte Alternative zu herkömmlichen Dieselfahrzeugen dar. Er wird von Wasserstoff-Brennstoffzellen mit Strom versorgt, gibt lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ab und zeichnet sich durch einen geräuscharmen Betrieb aus. Alstom zählt weltweit zu den ersten Schienenfahrzeugherstellern, die einen Personenzug auf Basis dieser einwandfrei funktionierenden Technologie entwickelt haben. 

Um den Betreibern den Einsatz des Coradia iLint so einfach wie möglich zu machen, bieten wir ein Komplettpaket aus einer Hand an, das aus der Lieferung der Fahrzeuge, der Instandhaltung und – durch die Zusammenarbeit mit Partnern – der gesamten Wasserstoff-Infrastruktur besteht. Die Zulassung des bahnbrechenden Zugs durch das Eisenbahn-Bundesamt soll Ende dieses Jahres erfolgen. Danach ist geplant, die ersten Prototypen in Niedersachsen in Betrieb zu nehmen. Gebaut wird der Coradia iLint in Salzgitter, Alstoms größtem Standort. Die Resonanz aus dem In- und Ausland ist überwältigend, erste Vertragsverhandlungen laufen.


Volker Schneble, Geschäftsführer Kapsch Telematic Services GmbH, Foto: Bernhardt Link - Farbtonwerk

MaaS: Intelligente Mobilitäts- und Kommunikationslösungen

Die Mobilität der Zukunft im urbanen Raum wird eine Kombination aus allen zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln und Mobilitätsdiensten sein. „Mobility as a Service“, kurz MaaS, werden diese noch sehr jungen und innovativen Lösungen genannt. 

Bei Kapsch bieten wir Städten und Kommunen eine dieser Lösungen an, die öffentliche und private Mobilitätsdienste bündelt und über eine einzige App passgenau zur Verfügung stellt. Der Verkehrsteilnehmer erhält über unsere App Echtzeitinformationen, wie er schnell, umweltschonend und kostengünstig mit einem Mix aus Zügen, U-Bahnen, Taxis, Bussen oder Shared-Bike und -Car-Angeboten von A nach B kommt. Dabei werden persönliche Präferenzen oder Einschränkungen berücksichtigt. 

In naher Zukunft kann die Auswahl auch direkt über die App bezahlt werden. Damit werden der Komfort erhöht und die Potenziale jedes Verkehrsträgers besser genutzt. Für uns stehen eine einfache Bedienung und die Integration aller verfügbaren Angebote im Vordergrund. Mit unseren MaaS-Angeboten und integrierten Verkehrsmanagement- und Mautlösungen gehen wir bei Kapsch neue Wege und richten uns mit unseren Services verstärkt auch an Endkunden.


Laurin Hahn, Gründer und Geschäftsführer von Sono Motors GmbH

Der Sion, ein hochmodernes Elektroauto

Die Ressourcen sind endlich. Das hat uns dazu bewogen, die Elektromobilität voranzutreiben und das erste serienmäßige Elektroauto zu entwickeln, das seine Batterie durch die Sonne auflädt. 

Der Sion mit einer Reichweite von 250 km ist mit 330 Solarzellen ausgestattet, die die Batterie zusätzlich aufladen. Dank des Systems viSono kann der Sion bis zu 30 km am Tag nur durch die Energie der Sonne zurücklegen. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist das Ladegerät biSono. Damit lässt sich Strom aus der Batterie entnehmen und weiteren Nutzern anbieten. Der Sion wird somit zum mobilen Stromspeicher. Mit einem Output von 6,6 kW lassen sich u. a. auch andere Elektroautos laden. 

Und weil wir die Zukunft der Mobilität im Sharing-Bereich sehen, wird der Sion mit Mobilitätsdiensten ausgestattet sein: powerSharing, carSharing und rideSharing. Mit unserem alltagstauglichen Fahrzeug sprechen wir vor allem Pendler und Familien an. 

Der Kaufpreis liegt bei 16 000 Euro, die Batterie wird voraussichtlich unter 4000 Euro kosten. Wir benötigen 5000 Reservierungen, um 2019 mit der Serienproduktion zu starten, 1700 haben wir bereits. Auf einer Europa-Tour bis Ende Oktober wollen wir weitere Menschen für den Sion begeistern. Probefahrten können auf unserer Internetseite gebucht werden.


Andreas Schierenbeck, CEO von thyssenkrupp Elevator, Foto: thomaspirot.de

Seillos in die Zukunft

In Städten werden Innovationen benötigt, die auf die Herausforderungen von Urbanisierung und Verdichtung reagieren. Mit dem weltweit ersten seillosen Aufzug leisten wir unseren Beitrag dazu. Der MULTI fährt mit Magnetschwebetechnik, kann an Weichen leicht von der Vertikalen in die Horizontale wechseln und auch um die Ecke fahren. Es ist wie ein moderner Paternoster mit Kabinen, die fortwährend im System zirkulieren und schnell verfügbar sind.

Wir sind fest davon überzeugt, dass der MULTI die Welt verändern wird – genauer gesagt, die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen, arbeiten und leben.

Tagtäglich benutzen mehr als eine Milliarde Menschen Aufzüge. Weltweit gibt es zwölf Millionen davon. Mit dem MULTI werden Wartezeiten von Aufzügen deutlich verkürzt. Ihre Konstruktion ist wesentlich platzsparender – und schmalere Schächte bedeuten in Wolkenkratzern auch mehr Platz für kostbaren Wohnraum. Ohne Aufzugseile, oft der limitierende Faktor für Gebäude, sind Wolkenkratzern in der Höhe demnächst keine Grenzen mehr gesetzt. Der MULTI markiert eine echte Zeitenwende in der Aufzugsbranche, Architektur und Stadtentwicklung.

Wir stellen vor: Der CO2-emissionsfreie Zug aus Salzgitter, die App „MaaS – Mobility as a Service“ und Sion, ein hochmodernes Elektroauto.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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