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Intelligent durch die Stadt der Zukunft

Der Verkehr der Zukunft wird autonom und vernetzt durch die Smart City fließen. Nur so kann der Verkehrskollaps in den Zentren verhindert werden.

Dazu gehören auch Robo-Taxis, die völlig autonom einen Passagier von A nach B fahren.

Individueller Verkehr wie das Fahren mit dem eigenen Auto bedeutet für viele Menschen nicht nur eine tägliche Notwendigkeit, sondern auch ein Stück Freiheit. Doch mit dem Fortkommen und der Freiheit ist es nicht mehr weit her, wenn man ständig von Staus ausgebremst wird. Vor allem Bewohner von Großstädten und Ballungsräumen kennen das Problem.

Doch die Entwicklung hin zu einem autonomen und vernetzten Fahren in der Smart City von morgen bietet ganz neue und Erfolg versprechende Möglichkeiten, das Problem anzugehen. In Zukunft wird der bisherige Autofahrer nicht mehr Fahrer sein, sondern Passagier, denn sein Auto wird von Künstlicher Intelligenz autonom durch die Stadt geleitet. Diese KI im eigenen PKW wird mit unzähligen anderen Autos und mit der Verkehrslenkung der Smart City vernetzt sein und ständig durch die Aufnahme zahlloser Signale interagieren. Genau wie im Smart Home vermischen sich im Verkehr der Zukunft Smart Car und Smart City.

Bis sich das autonome Fahren durchgesetzt hat, wird zweifellos noch eine ganze Zeit vergehen, auch wenn an vielen Orten längst Tests durchgeführt werden. Und auch die smarte Verkehrslenkung ist noch eine Vision, an der allerdings in vielen Städten weltweit von Hamburg bis Singapur getüftelt wird. Doch auch heute haben Menschen und Fahrzeuge bereits digitalen Zugriff auf relevante Verkehrs- und Ortsinformationen – sei es über das Navigationssystem, das vor einem Stau warnt und eine alternative Route vorschlägt, sei es über die App, die freie Parkplätze in der Nähe sucht oder die in immer mehr PKW eingebaute Fußgängerwarnung. Und was für den individuellen Verkehr gilt, trifft auch auf Güter- und Warenverkehr zu. So werden künftig autonome LKW in Fahrzeugkolonnen fahren und dadurch den Verkehr insgesamt weniger belasten.

Auch das in vielen Städten schon alltägliche Car-Sharing wird weiter ausgebaut und alltagstauglicher gemacht werden. Dadurch wird die Zahl der stehenden und selten benutzten privaten Fahrzeuge verringert. Doch trotz allem wird man nicht drum herumkommen, den Individualverkehr aus den Stadtzentren ein ganzes Stück weit zurückdrängen zu müssen. Denn Ziel von Verkehrsplanern ist es, wieder mehr Flächen für die Menschen bereitzustellen, die in der Stadt leben. Das scheint dringend nötig. In München beispielsweise ist der Anteil der für den Autoverkehr genutzten Flächen fast so groß wie der Anteil der Wohnflächen. Natürlich wird auch der öffentliche Nahverkehr weiter ausgebaut und besser vernetzt werden müssen. Dazu gehören auch Robo-Taxis, die völlig autonom einen Passagier von A nach B fahren. Eine ferne Zukunftsvision? Mitnichten. Große Autobauer wie Mercedes oder Toyota basteln längst an solchen Modellen und probieren sie aus.

Schließlich bietet die Smart City auch für Fußgänger und Radfahrer – die umweltfreundlichsten Verkehrsteilnehmer – Vorteile. So bieten intelligente Straßenlaternen nicht nur stromsparend Licht nach Bedarf, sondern auch drahtlosen Internetzugang oder dienen als Ladestation für Elektroautos. Intelligente Verkehrsampeln sorgen dafür, dass Fußgänger, Radfahrer und der Öffentliche Nahverkehr automatisch Vorrang haben.

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Journalist

Armin Fuhrer

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