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Wie smart werden wir zukünftig leben?

Auf der Smart City Expo in Barcelona treffen sich die Stadtentwickler unserer Zukunft.

Wie werden die Städte der Zukunft aussehen, riechen und sich anhören? Auf dem Smart City Expo World Congress vom 13. bis zum 15. November 2018 in Barcelona werden Ideen und Entwicklungen zu Mobilität, Wohnen, Kommunikation und Nachhaltigkeit präsentiert. Die Messe ist die perfekte Plattform für alle, die sich bereits jetzt intensiv mit unserem Zusammenleben in Städten auseinandersetzen.

Denn jeder einzelne Bereich unseres Lebens ändert sich im Zuge der digitalen Revolution gerade noch stärker als bisher angenommen. „Als wir die Messe im Jahr 2011 als Smart City Expo World Congress ins Leben gerufen haben, war unser Schwerpunkt rein auf den städtebaulichen Bedarf ausgerichtet“, erklärt Ugo Valenti, Direktor der Messe. „Schnell stellten wir jedoch fest, dass sich smarte Städte zu einem wesentlichen Teil unserer Zukunft entwickelten, wo Technologie, Regierungsfähigkeit, soziale Bedürfnisse, ökonomische Entwicklung, Mobilität und Städteplanung zusammenkommen.“

Zum allerersten Smart City Expo World Congress meldeten sich bereits über 100 Aussteller und 50 Städte an – eine echte Leistung, wenn man bedenkt, dass ein Konzept über smarte Städte bis dato völlig unbekannt war. Städte lebenswerter und nachhaltiger zu machen, darum geht es letztendlich, denn täglich drängen mehr Menschen in die Metropolen und bereits im Jahr 2013 werden 70 Prozent der Weltbevölkerung in großen Städten leben. Auf dem Smart City Expo World Congress betrachten Redner und Aussteller aktuelle und massive Probleme wie Mobilität, Energiebedarf, Müll und Luftverschmutzung von verschiedenen Seiten und stellen Entwicklungen vor, die dabei helfen, das Leben in riesigen Metropolen angenehm zu gestalten.

Wie dringend das Bedürfnis nach Information und Austausch ist, beweisen die Zahlen der letzten Messe aus dem Jahr 2017: 675 Aussteller, 120 Länder, Repräsentanten von über 700 Städten und über 420 Vorträge zogen die über 18 000 Besucher in ihren Bann. „Es ist mittlerweile bekannt, dass die Städte in Südamerika auf andere Art und Weise wachsen als die in Europa, China oder Japan“, erklärt Ugo Valenti. „Transportsysteme werden allerdings überall von überragender Bedeutung sein und somit eine Schlüsselposition in sämtlichen Städten einnehmen. Deshalb haben wir kürzlich als neuen Teil der Messe den Smart Mobility World Congress ins Leben gerufen.“ Megacities müssen die Balance finden zwischen ihrer wirtschaftlichen Stärke und ihrer Bedeutung als Heimat für Millionen Bewohner. Dafür gibt es heutzutage eine Verbündete, die vor einem halben Jahrhundert noch nicht existiert hat: Technologie. Noch vor einer Dekade waren Telearbeit, automatische Überwachung und Steuerung urbaner Infrastruktur oder ganz einfach die umfassende Erledigung vieler Dinge via Smartphone undenkbar. „Das verändert auch die Politik und politische Steuerungen. Das Von-oben-nach-unten-Regieren könnte bald nicht mehr funktionieren, denn Bewohner werden eine immer wichtigere Rolle spielen“, sagt Ugo Valenti. „Noch niemals in der Geschichte der Menschheit hat sich so viel Talent und so viel Kreativität auf so winzigem Raum konzentriert. Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass sich das Potenzial hier voll entfalten kann.“

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Journalist

Katja Deutsch

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