Weekly News

Städte, Gebäude und Infrastruktur im Wandel von der analogen in die digitale Welt

"Um die Potenziale der Technologien zu heben, braucht es einen offenen, aktiven Diskurs aller Anspruchsgruppen."


Prof. Dr. Dr. h. c. Sahin Albayrak, Gründer und Leiter des Distributed Artificial Intelligence Laboratory (DAI-Labor) an der TU Berlin und Vorstandsvorsitzender des Connected Living e. V., Foto: Technischen Universität Berlin/ Ulrich Dahl

Mehr und mehr Mikroprozessoren, Kommunikationskomponenten sowie Aktorik und Sensorik werden in Alltagsgegenstände integriert und sorgen dafür, dass virtuelle und reale Welten immer stärker miteinander verschmelzen. Smarte Objekte interagieren untereinander in vernetzten IT-Systemen und dem Internet, reagieren eigenständig auf ihre Umwelt, sind weitestgehend autonom, gleichzeitig allgegenwärtig und unsichtbar.

Das Internet der Dinge wird integraler Bestandteil und Pfeiler der zukünftigen globalen Infrastruktur sein, die von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat gleichermaßen genutzt wird und alle Lebensbereiche wie Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Verwaltung, Handel und Fertigung maßgeblich beeinflusst. Die Entwicklung bietet die Chance, großen urbanen und gesellschaftlichen Herausforderungen wie Luftverschmutzung, Energiewende, Flächen-knappheit, Urbanisierung und demografischem Wandel entgegenzuwirken, Prozesse effizienter, sichererer und robuster zu gestalten und nie da gewesene Funktionalitäten für alle Anspruchsgruppen zu erzeugen.

Das „Smart Life Lab“ des Connected Living e. V. und der TU Berlin zeigt eindrucksvoll, wie das Wohnen der Zukunft aussehen kann: Dort sind in einer realen Wohnumgebung Geräte, Sensoren und Aktoren aller Art, unabhängig vom Standard, über die Plattform IOLITE, ein Spin-Off der TU Berlin, vernetzt und bieten eine adaptive, lernende Wohnumgebung, die das Leben für die Bewohner einfacher, komfortabler, energieeffizienter und sicherer macht. Mit DIGINET-PS schaffen wir entlang der Straße des 17. Juni ein urbanes Infrastruktur-Testfeld, um autonomes Fahren unter realen Verkehrsbedingungen zu validieren.

Die Beispiele zeigen: Um die Potenziale der Technologien zu heben, braucht es einen offenen, aktiven Diskurs aller Anspruchsgruppen, d. h. von Städten, Politik, Unternehmen und Gesellschaft, um gemeinsam nutzerorientierte Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, den Transformationsprozess zu gestalten und die Chancen zu nutzen.

Teile diesen Artikel

Journalist

Sahin Albayrak

Weitere Artikel