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Smart City –Technologien für die Stadtentwicklung

Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf den Themen Sicherheit, Effizienz oder Klimaneutralität.

Smart City – mit diesem Begriff wird die Bereitstellung intelligenter Lösungen für ganz unterschiedliche Bereiche der Stadtentwicklung auf den Punkt gebracht. Es geht z. B. um Echtzeit-Informationssysteme, Gebäudeautomation, intermodales Verkehrsmanagement oder Formen von E-Government und E-Participation auf Ebene der Verwaltung. Bei den technischen Infrastrukturen sollen vor allem Energieproduktion, -speicherung, -verteilung und -konsumption besser aufeinander abgestimmt und entsprechende Energiedienstleistungen angeboten werden.

Im internationalen Raum sind bereits vielfältige Aktivitäten zu verzeichnen. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Sicherheit, Effizienz oder Klimaneutralität. Doch auch in vielen deutschen Städten sind zahlreiche Smart City-Projekte angestoßen worden. Die Smart City wird dabei zum Bestandteil von Strategien integrierter Stadtentwicklung. Insbesondere größere Städte haben begonnen, eigene Zielstellungen im Umgang mit intelligenter Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu formulieren. Die Umsetzung erfolgt im Zusammenwirken von Stadtplanung, Wirtschaftsförderung, Infrastrukturbetreibern, IKT-Dienstleistern und Forschungseinrichtungen. Zunehmende Bedeutung erlangen dabei sogenannte Living Labs oder City-Labs als Orte für die experimentelle Erprobung neuer Dienstleistungen.

Für die erfolgreiche Anwendung von Smart-City-Lösungen sind drei grundlegende Dinge zentral. Erstens ist nicht alles, was technisch machbar erscheint, auch finanziell darstellbar. Smart heißt daher auch, die finanzielle Tragfähigkeit zu beachten. Zweitens gilt es die städtische Datenhoheit sicherzustellen. Dort, wo Daten im Auftrag der Städte gesammelt, aggregiert und interpretiert werden, bedarf dies der Berücksichtigung öffentlicher Interessen und der politischen Kontrolle. Und drittens gilt es die Bürgerinnen und Bürger als Nutzer von neuen Dienstleistungen frühzeitig in die Planung von Projekten einzubeziehen.


Ihr Dr. Jens Libbe, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), Berlin

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Dr. Jens Libbe

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