Weekly News

Schutz vor kriminellen Cyberangriffen

im Interview mit Arne Schönbohm, der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

Die Angriffe durch Wirtschaftskriminelle werden immer gezielter. Jüngstes Beispiel: der Hackerangriff „Wanna Cry“, der weltweit Störungen und Schäden verursacht hat. 

„Der Fall hat uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig ein gutes Patchmanagement ist“, sagt Arne Schönbohm, der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Neben weiteren technischen Maßnahmen, sei die Sensibilisierung von Mitarbeitern ein wesentlicher Baustein für mehr Sicherheit der IT-Infrastruktur von Unternehmen. Sie müssten erkennen, wenn etwa eine betrügerische E-Mail einen legitimen Anschein hat. Das Spektrum reicht dabei von der einfachen Phishing-Mail bis zum mit viel Aufwand betriebenen CEO-Fraud. Auch der BSI hat wiederholt Bewerbungs-E-Mails an Personalabteilungen beobachtet. Der vermeintliche Lebenslauf im Anhang entpuppte sich dann als Verschlüsselungstrojaner. „Auch in solchen Fällen schützt frühzeitige Aufklärung“, betont Schönbohm.

Gezielte Phishing-Mails und massenhaft verbreitete Spam-Mails werden leider immer besser gestaltet. Kennt man den Absender nicht, ist der Anhang tunlichst nicht zu öffnen. IT-Sicherheit ist die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung und damit vieler entscheidender Geschäftsprozesse und damit Chefsache.

Teile diesen Artikel

Journalist

Nicole Bitkin

Weitere Artikel