Weekly News

News rund um Smart Cities

Weltweiter Wachstumsmarkt Smart Cities

Bis 2050 werden über 80 Prozent der Bevölkerung in den Industrieländern in Städten leben. In den Entwicklungsländern werden es Schätzungen nach mehr als 60 Prozent sein. Dabei wird das Thema Künstliche Intelligenz eine große Rolle spielen. Dabei geht es um intelligentes Parken, Smart Mobility und Smart Grids, adaptive Signalsteuerung sowie Abfallmanagement. Führende Unternehmen wie Google, IBM und Microsoft bleiben weiterhin die wichtigsten Technologie-Innovatoren und treibenden Kräfte bei der Einführung von KI. Dabei wird neben Europa oder den USA die Asien-Pazifik-Region zu den Wachstumszentren gehören. In Asien werden über 50 Prozent der Smart Cities in China zu finden sein. Smart-City-Projekte werden bis 2025 320 Milliarden US-Dollar für die chinesische Wirtschaft generieren.

Die weltweit meisten Investitionen in Smart-City-Projekte wird man in Europa finden, ausgelöst durch das Engagement der Europäischen Union in Bezug auf die Entwicklung solcher Initiativen.



Foto: Andrey Popov

Cyberattacken und Smart Cities

Cyberkriminelle richten ihre Angriffe nicht nur gegen Banken oder Onlinehändler, um an Geldmittel zu gelangen, sondern zunehmend auch gegen Einrichtungen, die die vernetzte Stadt betreffen. Gerade wurde bekannt, dass das BSI die Einführung der Smart-Meter-Technologie noch einmal verschoben hat, weil die Infrastruktur nicht genügend gegen Hacker abgesichert ist.
Bas Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie warnt davor, dies auf die leichte Schulter zu nehmen: „Smart Services, Smart Home, Smart Building oder Smart City (Urbanisierung 2.0) sind Beispiele dafür, wie die voranschreitende Digitalisierung durch das Internet der Dinge Einzug in fast alle Lebensbereiche hält. Neben den damit einhergehenden Komfortverbesserungen entsteht aber gleichzeitig ein Einfallstor für Cyberangriffe. Gerade im Consumer-Marktsegment sind viele Geräte nicht oder nur unzureichend vor Cyberangriffen geschützt. 

Neben der persönlichen Bedrohung des Nutzers (zum Beispiel durch Zugriff auf oder Ausspähen von Eigentum) kann die schiere Menge der IoT-Geräte auch für DDoS-Angriffe missbraucht werden und enormen Schaden bei Dritten anrichten.“ Gerade bei vernetzten Städten müssen im Falle eines Cyberangriffes alle Einfallstore gegen diese Angriffe gesichert sein. Bei etlichen tausend Sensoren oder Messgeräten, die von Manipulationen oder Malware bedroht sein könnten, ist eine Sicherheitsstrategie unabdingbar. Diese sollte mit der Identifizierung und Priorisierung der kritischen Infrastruktur beginnen. Sicherheit, Datenschutz und Privatsphäre müssen oberste Priorität haben, wenn Smart Cities sinnvoll und bürgernah funktionieren sollen.



Foto: moshbidon - stock.adobe.com

Zeitersparnis Smart Cities

Eine intelligent vernetzte Stadt soll vor allem Auswirkungen auf die wichtigsten städtischen Schlüsselfaktoren haben. Nun hat jüngst eine Studie ergeben, dass Smart Cities mit einer über intelligente Sensoren vernetzten städtischen Infrastruktur jedem Bewohner potenziell 125 Stunden Zeit im Jahr einsparen könnten. Dabei wurden die 20 intelligentesten Städte der Welt, darunter auch die deutsche Hauptstadt Berlin, nach den Schlüsselfaktoren Mobilität, Gesundheit, öffentliche Sicherheit und Produktivität analysiert. Die Fragestellung war, inwieweit die intelligente Stadt positive Auswirkungen auf Effizienz, Zeitersparnis, sichere Straßen, digitale Verwaltungsservices sowie eine verbesserte Gesundheit der Bewohner hat. Offensichtlich hilft eine intelligente Stadt also eine gute Arbeitswoche einzusparen.



Professor Dr.-Ing. Hans Jörg Kutterer, Präsident der DVW – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation 
und Landmanagement e. V. Foto: Tobias Kleinschmidt

Digitalisierung im Mittelpunkt

Die INTERGEO, bestehend aus Kongress und Fachmesse, ist weltweit die größte Veranstaltung für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. Professor Dr.-Ing. Hansjörg Kutterer, Präsident des  DVW – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V. (Veranstalter der INTERGEO) erklärt, wie wichtig gerade in der digitalisierten Welt Geoinformationen geworden sind. 

Warum sind Geodaten für die Digitalisierung so wichtig?

Eine zentrale Frage in nahezu allen Bereichen des Lebens heißt: Wo? Durch Geodaten wird das Wo konkret. Damit stellen Geodaten ein zentrales Element für jede Digitalisierung dar, oft wird sie dadurch erst sinnvoll und verständlich. Google hat es mit Google Maps gezeigt.

Wozu werden Geodaten in einer digitalisierten Welt und vor allem in Smart Cities gebraucht?

Vielfältige Fachdaten lassen sich mit digitalen Geoinformationen verknüpfen und liefern so neue Erkenntnisse. Sie sind dann vielseitig nutzbar; helfen z.B. bei Prognosen ebenso wie bei neuen Dienstleistungen. Denken wir nur an die Aufgaben in der Stadtplanung, in der Verkehrsplanung und im Umweltschutz. Die Arbeitswelt wird sich grundlegend ändern und ebenso die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger. Erst durch die Verbindung mit Geodaten werden elementare Anwendungen in den Städten der Zukunft smart. 

Welche Rolle spielen Smart Cities auf der kommenden INTERGEO in Frankfurt?

Auf der INTERGEO 2018 in Frankfurt ist die Smart City ein zentrales Thema. Wir werden im Kongress die Lighthouse Cities von Deutschland mit Beiträgen aus Köln, München, Dresden und Hamburg vorstellen. Stichworte hierzu: smartes Verkehrsmanagement durch autonomes Fahren, digitale Stadtplanung, digitaler Bauantrag und die digitale Baustelle. Praktische Anwendungen hierzu und Lösungen für die Städte von morgen werden im Themenbereich SMART CITY SOLUTIONS gezeigt.

Teile diesen Artikel

Journalist

Frank Tetzel

Weitere Artikel