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Maschinelles Learning in Hannover

Die Hannover Messe findet vom 23. bis 27. April statt. Wir sprachen mit Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG, über das Thema Robotik und Künstliche Intelligenz auf der Messe. 


Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG

Künstliche Intelligenz (KI) wird zukünftig vor allem in der Fertigung und den Geschäftsprozessen eingesetzt werden. In welchen Bereichen wird die kommende Hannover Messe auf diese Entwicklung eingehen?

Maschinelles Learning wird ein Kernthema der Hannover Messe sein und sich in verschiedenen Ausprägungen in einer Vielzahl der Hallen wiederfinden – zum Beispiel in den Hallen 6 und 7 im Bereich Digital Factory. Dort finden Industrie-Entscheider Software und IT-Lösungen, die sie in Zeiten der digitalen Transformation brauchen. In der Produktion stehen dank der Digitalisierung künftig große Datenmengen zur Verfügung, die zentral ausgewertet und an das System zurückgespielt werden können – zur Selbstoptimierung, für Predictive Maintenance und andere Zwecke. Diese Lösungen finden Sie etwa in der Halle 22.

Unter dem Begriff der Industrie 4.0 wird die Digitalisierung gesamter Wirtschaftszweige verstanden. Welche Lösungen werden in Hannover vor allem im Bereich der Cobots präsentiert?

Cobots sind in der Mensch-Maschine-Interaktion wegweisend und bieten vor allem auch kleinen und mittelständischen Unternehmen einen unkomplizierten und kostengünstigen Zugang zu dieser Technologie. In Hannover werden wir zahlreiche Cobots sehen, die bereits marktreif sind oder unmittelbar davorstehen, ihre Marktreife zu erlangen. Nahezu alle führenden Hersteller aus der Robotik zeigen in Hannover einen oder gleich mehrere Cobots in verschiedensten Applikationen. Beispiele sind etwa eine intelligente Out-of-the-Box-Lösung von Franka Emika oder Grenzebach mit einem fahrerlosen Transportsystem samt integriertem kollaborativem Roboter.

Bislang wird KI oder Artificial Intelligence meistens als ein Maschinenthema gesehen. Dabei geht es in der zukünftigen Entwicklung – oder bei der Arbeit der Zukunft – auch um die Frage, welche Rolle der Mensch in dieser Entwicklung spielen wird. Wo auf der Hannover Messe kann man Ansätze finden, die sich diesem Thema widmen?

Das ist ein Aspekt, der für uns große Relevanz besitzt. Mensch und Maschine sind gemeinsam die Säulen der Industrie. Es geht nur im Zusammenspiel. Wir wollen die Hannover Messe ganz bewusst nutzen, um dieses Thema zu diskutieren. Und das tun wir beispielsweise im Forum Industrie 4.0 meets the Industrial Internet. Dort geht es ganz explizit um den Kontext von Mensch und Arbeit in Zeiten von Industrie 4.0, um Zukunftsszenarien etwa für das Jahr 2025 oder auch den rechtlichen Rahmen von Industrie 4.0. Diese Diskussionen finden zwischen Teilnehmern aus der Industrie, aus Hochschulen, aus dem juristischen Bereich sowie aus Gewerkschaften statt. Einen Fokus richten wir in diesem Zusammenhang auch auf veränderte Ausbildungen und Studiengänge, die sich als Folge veränderter Berufsbilder ergeben. Und auch bei der Fort- und Weiterbildung bestehender Mitarbeiter ist ein Umdenken gefordert.

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Journalist

Frank Tetzel

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