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Ursula Lüttmer-Ouazane, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (AGG) LEBENSMITTEL UND AGRAR

Interview mit Ursula Lüttmer-Ouazane

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft soll weiter überdacht und eingeschränkt werden. Was bedeutet das für den Einsatz von Glyphosat?
Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist bereits heute auf das notwendige Maß beschränkt. Das gilt auch für Glyphosat. Die Hersteller-Unternehmen unterstützen aktiv Schulungen von Landwirten zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. 

Gibt es Alternativen zu Glyphosat?
Die Unkrautbekämpfung mit anderen Pflanzenschutzmitteln ist in der Regel teurer und weniger effektiv. Eine Alternative wäre das Pflügen, das aber zu einem Anstieg von Kohlendioxidemissionen und Bodenerosion führt.

Rechnen Sie mit einer weiteren Verlängerung der Zulassung von Glyphosat durch die EU?
Natürlich! Glyphosat erfüllt alle gestellten Anforderungen. Die Gutachten der zuständigen europäischen Behörden sind eindeutig.

Vielen meiden das Produkt inzwischen, Baumärkte verkaufen es nicht mehr – hat die öffentliche Diskussion geschadet?
Die Bedenken rund um die Sicherheit des Wirkstoffes Glyphosat sind die Folge einer emotional inszenierten Panikmache durch Aktivistengruppen. Das finde ich unverantwortlich. Wir brauchen eine sachliche Diskussion. 

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Journalist

Jörg Wernien

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