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Industrie 4.0: Digitalisierung beginnt im Kopf

„Digitalisierungs- und Vernetzungstechnologien sind die Basis für innovative und zukunftsfähige Produkte und Services.“

Industrie 4.0, Internet of Things, Smart Factories oder Integrated Industries zielen im Kern auf das Verknüpfen der realen Welt der Produktion mit der virtuellen Welt der IT. Die verschiedenen Begriffe weisen allenfalls darauf hin, aus welcher Sicht die zukünftigen Entwicklungen, Potenziale und Herausforderungen betrachtet werden. Dabei sind die Denk- und Lösungsansätze von Maschinenbauern, Automatisierern und Informatikern oftmals unterschiedlich, auch wenn vermeintlich über ein Thema gesprochen wird.

Unbestritten ist, dass neue Digitalisierungs- und Vernetzungstechnologien die Basis für innovative und zukunftsfähige Produkte und Services sind. Das Spektrum an verfügbaren Technologien reicht von intelligenten Sensoren, autonomen Systemen und Cobots bis hin zu Cloud-Computing, Big Data oder Apps. Entscheidend sind hierbei weniger die einzelnen Technologien, sondern vielmehr deren industrielle Adaption und die intelligente Vernetzung. Dass es hierbei bereits viel Dynamik gibt, zeigen die zunehmenden Anwendungsbeispiele aus der Industrie.

Dieses Bild zeigt auch die im letzten Jahr vom VDMA veröffentlichte Impuls-Studie zur „Industrie 4.0-Readiness“. Demnach ist Industrie 4.0 im deutschen Maschinen- und Anlagenbau angekommen: 60 Prozent der Maschinenbauer beschäftigen sich mit der vernetzten Produktion, davon rund ein Drittel intensiv.

Digitalisierungskompetenz ist dabei grundsätzlich ein entscheidendes Kriterium und Schlüsselkompetenzen in der Softwareentwicklung und Datenanalyse sowie in der Zusammenarbeit von Ingenieuren, Informatikern und Facharbeitern sind von entscheidender Bedeutung für den Produkt- und Unternehmenserfolg.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass nicht nur die Technologien, sondern auch die Köpfe und das Denken von Entwicklern und Nutzern miteinander vernetzt werden müssen. Zukünftig werden Kompetenzen in der interdisziplinären Zusammenarbeit und der interkulturellen Kommunikation, aber auch in der Nutzung agiler Entwicklungsmethoden und einer toleranten Fehlerkultur liegen. Die Aussage „Digitalisierung beginnt im Kopf“ bringt dies auf den Punkt.

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Journalist

Rainer Glatz

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