Weekly News

Experten über Ladenbau

Einbruchmeldesysteme gehören in jedes Ladengeschäft


Thorsten Ludwig, Key-Account-Vertrieb TELENOT ELECTRONIC GmbH

Bei der Planung eines Geschäfts oder einer Filiale muss neben Optik und Präsentationsform auch das Thema Sicherheit bedacht werden, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt. So sollten Betreiber, Planer und Architekten bei jedem Neu- oder Umbau die gesetzlichen Vorschriften zum Bau, zum Brandschutz und zu den Versicherungsauflagen im Auge behalten. Je nach Gefährdungslage schreiben Versicherer beispielsweise eine VdS-zertifizierte Einbruchmeldeanlage vor. Dabei sollte das Sicherheitssystem so konzipiert werden, dass schon Einbruchsversuche möglichst frühzeitig erkannt und gemeldet werden. Ein in einem Handbuch erstelltes Sicherheitskonzept ist in filialisierten Unternehmen unabdingbar, aber auch für inhaberbetriebene Läden sinnvoll. Experten raten dazu, die Einbruchmeldeanlage von einem Fachmann planen zu lassen, um ein verläss-
liches und von Versicherern anerkanntes Gesamtkonzept zu erhalten. Dadurch wird das bestmögliche Sicherheitsniveau erreicht und Fehlalarme bleiben aus. Wichtig: Aufgrund der von der Telekom deutschlandweit vorgenommenen Umstellung auf IP sollten sämtliche Übertragungseinrichtungen von Einbruch- und Brandmeldeanlagen überprüft und ggf. aktualisiert werden.


Mit Lichtkonzept die Marke unverwechselbar machen


J. Manuel von Möller, Geschäftsführer BÄRO GmbH & Co. KG, Foto: BAERO

Mit unserem Claim „Fresh Light for Fresh Products” bieten wir professionelle Lichtlösungen für den stationären Handel an, denn hier bekommt der Kunde ein intensives Erlebnis mit allen Sinnen – der große Vorteil gegenüber dem Internet. Licht spielt bei der Gestaltung dieses Erlebnisses eine ganz besondere Rolle, denn Licht kommuniziert Marken.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um den Einsatz energieeffizienter LED-Technik, sondern im Idealfall um den Bereich der Lichtoptiken und den der LED-Spektren. Lichtoptiken steuern präzise, wie sich das Licht im Raum verteilt und LED-Spektren faszinieren mit einem großen Potential bei der sensiblen Abstimmung der Lichtfarben auf verschiedene Warengruppen oder Raumatmosphären. Bei der Planung der Verkaufsfläche sollten deshalb Fragen nach dem individuell passenden Beleuchtungskonzept möglichst früh geklärt werden. Wie strukturiere ich den architektonischen Raum mit Licht? Welche Beleuchtung präsentiert die verschiedenen Waren optimal? Und vor allem: Wie kann das Lichtkonzept dazu beitragen, die Marke unverwechselbar zu machen und ihre Story zu erzählen? Mit der Unterstützung durch die umfassende Beratung und den ausgereiften Service eines Lichtexperten können sich Marken im Handel den entscheidenden Vorsprung verschaffen.


Die Trends am POS


Angela Krause, Referentin der Geschäftsführung dlv – Netzwerk Ladenbau e.V.

Der Laden ist heute eine Bühne für die Ware, die es mit der passenden Atmosphäre zu inszenieren gilt. Der Kunde muss sich wohlfühlen, er möchte inspiriert werden. Zudem will er sich im realen Store auch „real“ fühlen, daher sind Oberflächen aus (Echt-) Holz, individuelle Designs, Stein, Beton, Marmor sowie textile Stoffe derzeit stark gefragt. Als Visitenkarte fungiert das Schaufenster: Visual Merchandising ist ein sehr wichtiger Punkt im gesamten Store Design geworden. Angesichts der allgegenwärtigen Verfügbarkeit von Ware muss der stationäre Handel ausgewählte Produkte zeigen, Erlebnis und Wohlfühlzonen schaffen. Doch die Kaufentscheidung fällt in den Umkleidekabinen! Wichtig ist eine sehr gute Beleuchtung von mehreren Seiten, mit abgestimmten Lichtfarben und vorteilhaften Spiegeln. Ausreichende Größe, Ablageflächen für Brille und Taschen sowie genügend Kleiderhaken sorgen für Komfort. Und selbstverständlich sollten die Kabinen aufgeräumt und sauber sein. Wo sich die Kassen befinden, kommt auf den Zuschnitt des Stores und den Anspruch der Marke an. Es gibt Läden, wie z. B. die Apple Stores oder Burberry in London, die überhaupt keine Kassen haben. Man bezahlt direkt beim Verkäufer über dessen Tablet und bekommt die Rechnung per Mail. 


Gute Kundenführung und Warenpräsentation steigern Umsatz


Lutz Hollmann-Raabe, Business Development Director HMY Group, Foto: Unger

Die Einrichtung eines Ladens spielt aus verkaufspsychologischer Sicht eine große Rolle für dessen wirtschaftlichen Erfolg, denn der Ladenbau fungiert als Laufsteg für das Produkt, das am Ende des Tages verkauft sein wird.

Man sagt: Was die Augen nicht sehen, da gehen die Füße nicht hin. So sollten nicht nur Schaufenster sondern auch Fassade ansprechend gestaltet sein, um potentielle Kunden zum Betreten des Ladens zu animieren – Kunden suchen mehr denn je die Shopping Experience. Darauf muss sich der Handel am POS einstellen und mit technologischen Lösungen, interessantem Ladenbau und kompetentem Personal arbeiten. Da niemand lange suchen möchte, muss die Kommunikation innerhalb des Geschäftes stimmen, ebenso wie die Kundenführung und die Warenpräsentation im Regal. Denn viele Menschen haben die gleichen Verhaltensmuster: Beim Betreten eines Geschäfts blicken sie zuerst nach rechts und gehen dann gegen den Uhrzeigersinn durch das Geschäft. Dies sollte bei der Warenpräsentation Beachtung finden.

Durch optimierten Ladenbau und bessere Produktreihenfolge haben wir bei einer großen französischen Kosmetikfirma den Umsatz um 20 Prozent erhöhen können. Die wichtigsten Punkte der Verhaltens-
psychologie zu kennen, kann also beim Ladenbau richtig Umsatz bringen.

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Journalist

Katja Deutsch

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