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Im modernen Lebensmitteleinzelhandel sind Ladeneinrichtung, Ambiente und Warenpräsentation wichtiger denn je. HANDEL

Tradition und Moderne perfekt kombiniert

Der begehrte Award „Store Of The Year“ vom Handelsverband Deutschland in der Kategorie Food ging in diesem Jahr an EDEKA Kels in Ratingen.

Innovationsgrad, Kundennutzen, Wertschöpfungspotenzial, Erlebniswert, Leitbildfunktion und Alleinstellungsmerkmal: Das sind die Kriterien, nach denen Geschäfte im Rahmen des Awards bewertet werden. Im Fall des EDEKA-Markts Kels erachtete die Jury die gelungene Integration eines alten, unter Denkmalschutz stehenden Industriebaus in ein stimmiges Ladenbaukonzept als überzeugend. Ausschlaggebend waren auch die hohe Präsenz und die Hervorhebung der frischen Warengruppen sowie der marktliche Charakter des Supermarktes. „Eine Obst- und Gemüseabteilung, in der ein Teil des Sortiments noch in Bedienung verkauft wird, ist in Deutschland beinahe einzigartig und ein tolles Alleinstellungsmerkmal“, lobt Jurymitglied Winfried Lambertz.

Der größte Teil des hochmodernen Supermarktes befindet sich in einem Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert, das einst eine Maschinenfabrik beherbergte. Den charmanten Industrielook hat man weitestgehend erhalten beziehungsweise nachgestellt. Größere Wand- und Säulenflächen erhielten zum Beispiel eine Verkleidung aus Steinimitat. Ein optisches Highlight ist der originalgetreu nachgebaute Torbogen in der Weinabteilung, der als Übergang zwischen Alt- und Neubau fungiert. Um den Bezug zur alten Maschinenfabrik noch zu verstärken, finden sich im gesamten Markt Originalfotos. Die Gestaltung zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie sich an die für Südeuropa typischen Markthallen anlehnt. „Da wir als Frischespezialist mit einem überdurchschnittlichen Anteil der Warengruppen Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst, Käse und Fisch gelten, fügt sich dieses Konzept nahtlos in unsere grundsätzliche Positionierung ein“, erläutert Geschäftsführer Volker Kels. „Denn gegenüber unseren Kunden wollten wir nicht nur als Vollsortimenter und Spezialitätenhandel auftreten, sondern auch ein emotionales und beeindruckendes Einkaufserlebnis bieten.“

Der Neubau, der etwa 25 Prozent der Marktfläche ausmacht und die Warengruppen Tiefkühl und Drogerie beherbergt, wurde vor die ehemalige Maschinenhalle gesetzt. Äußerlich hebt er sich durch eine graue Aluwellenfassade und ein niedriges Dach vom alten Teil ab. Zudem findet sich hier eine modernere Wand- und Deckengestaltung, etwa in Form von Deckensegeln mit Lichtelementen oder verspiegelten Säulen. Zusammengeführt werden Alt- und Neubau im Kassenbereich durch die Verbindung der einzelnen Stilelemente.

Um das Einkaufserlebnis und die Wohlfühl-Atmosphäre im Markt sicherzustellen, hat man sich für eine maximale Regalhöhe von 1,60 Metern entschieden. Dies soll den Kunden vor Regalschluchten bewahren und Übersichtlichkeit ermöglichen. Zum Hervorheben des Frischebereichs wurde die Regalhöhe auf 1,40 Meter abgesenkt. Im Eingangs-, Frische- und Kassenbereich finden sich darüber hinaus großzügige Freiflächen. Schließlich ist es gelungen, den Markt auch technisch auf ein hohes Level zu heben. Er wurde unter anderem mit energiesparender CO2-Kühlung und Kühlmöbeln der neuesten Generation, elektronischer Bildschirmwerbung sowie einer Osmose- und Bedampfungsanlage ausgestattet. „Der Umbau war für uns eine anstrengende, aber auch schöne Erfahrung“, bilanziert Volker Kels. Der Aufwand habe sich auf ganzer Linie gelohnt: „Ohne so ein tolles Team hätten wir das allerdings niemals geschafft!“

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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